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Wozu
sind Kriege da?
Das fragte ich mich auch manchmal,
bevor ich zum Bund kam:
Tja, 04. eptember
1996 - einer der schwärzesten Tage in meinem Leben ereignete sich
wider Erwartens tatsächlich. Nicht, das ich mich gezwungen gesehen
hätte, meinen Dienst zu verweigern. Nein, wer kümmert sich
schon gerne um eine Zivildienststelle, wenn er nicht gerade lange Haare
hat oder tatsächlich lieber sterben würde, als eine Waffe
in die Hand zu nehmen?
Keiner! o
also auch ich nicht. Am besagten Tag ging's also für mich los in
Hildesheim.
Nachdem ich gleich bei der Aufnahme
die volle Aufmerksamkeit des stellv. Zg hr.
(Abkürzungen - siehe unten) auf mich zog, indem ich fragte, wieviele
Wörter der
zu verfassende ausführliche Lebenslauf denn mindestens haben solle,
und dabei an eine Abiturienten-/Ossi-/Golffahrer-Hasser-Kombination
geriet, der noch dazu mein Grp. hr.
war, lernte ich den einzigen Lichtblick, den es dort gab, kennen:
Ein an.-Offz.-Anw.-OG.-weiblich,
Ausbilder in meiner Grp (G.- .
L., falls Du das hier je liest,
mail mir doch mal!).
Leider hatte ich selten die Gelegenheit, sie zu sehen, und nie, sie
in Verlegenheit zu führen, da ich mir nach den ersten 14 Tagen
das rechte, vordere Kreuzband beim "Allgemeinen Ausdauer-Training" ( ange- pielen)
durchriß und so mehr als einen Monat nicht an der AGA. teilnehmen
konnte.
Währenddessen
wurde sie versetzt und ich durfte die AGA. wiederholen (Greetings to
ascha
M., dem selbiges widerfuhr, außer der rauengeschichte),
in der ich neben den üblichen Drangsalierungen auch andere achen
an den Kopf bekam (Greetings to "Kalle" mit seiner Bierflasche: Heute
merk' ich nüscht mehr!). Auch danach wurde ich nicht versetzt,
sondern blieb weiterhin in der 9./1:
Als der
Wäschekammer- uzzy,
Herr der Bierschisslaken und Kotzekissen,
Gott der unzählig oft gezählten Handtücher und
so weiter
hab ich mir dann schließlich und endlich doch noch durch
das Auf-Vordermann-Bringen diverser Kellerräume, Kaffeekochen,
chuh- reme-Ausgeben,
Koordination des Wäschekreislaufs, während die Wäscherei
abgebrannt war (,weil sie vor dem Bankrott stand, wird gemunkelt) und,
und, und einen Namen gemacht. Vor allem im AGA.-Durchgang der neuen
an.-Offz.-Anw.-weiblich
wurden so manche Augen groß, wenn OG risch
die Tütchen zur fachgerechten Entsorgung der Damenbinden verteilte.
Klar
gab's da schonmal die eine oder andere Meinungsverschiedenheit mit dem
Kp hef
(zum Beispiel als die Rekruten eines Tages in meinen Wirkungsbereich
strömten, er plötzlich in der Tür stand und fragte, ob
ich denn noch alles unter Kontrolle hätte, und ich, ehrlich wie
ich bin, antwortete: "Nein, Herr Oberleutnant!", weil das wirklich nicht
mehr der all
war, bin nunmal eine ehrliche Haut)...
Gemeinsam
mit den OGs Wörfel, Bauhaus, Bethel, Ditz, Matthies, Bachmann und
Wilczek (Greeting to Euch alle) der Versorger wurde immer alles irgendwie
gedeichselt. Auch mit den Geschäftszimmer- chwiemeln
und dem restlichen tamm
verstand man sich gut (Greetings to den OGs Hofmann, Herr, ima,
chill,
Hoppen, Karsch, chellmann,
Körnel Decker (heute vielleicht schon Uffz. oder mehr) und all
den anderen). |